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ABOUT

Ziel des Projektes war die Erstellung eines Leitfadens für wissenschaftliches Arbeiten und zur Vermittlung von Wissen und Forschung anhand der technischen Möglichkeiten der virtuellen Realität (VR). Der Leitfaden wird über die Stadt Wien, im Hinblick auf die „Digital Agenda“ und dem Plan eine sich entwickelnde Innovationskultur auszubauen, der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Durch den Leitfaden sollen weitere Möglichkeiten beim „Einsatz innovativer Technologien des digitalen Zeitalters“, bzw. überhaupt Möglichkeiten im Bereich der VR entstehen.

Mit diesem Leitfaden wird wissenschaftliche Pionierarbeit geleistet, da der ganze Bereich der VR als Wissenvermittlung ein im Entstehen begriffener ist und noch keine Standards etabliert wurden, bzw. vor allem im Bereich der Kulturwissenschaften, auf den wie uns in einer ersten Etappe konzentrieren, noch kein Versuch der Integration dieser Technologie in die wissenschaftliche Praxis und Vermittlung stattgefunden hat.

Der Leitfaden ist keine abstrakte Vorarbeit, sondern wird dank eines sich in Entwicklung befindlichen konkreten Projektes erarbeitet. Parallel zur Umsetzung des Leitfadens laufen, vom selben interdisziplinären Team betriebe, die wissenschaftlichen und technischen Vorbereitung des „Shtetl VR Projekts“ 2019 an.

Bei diesem Projekt soll die verlorene Welt des mittel-ost-europäischen jüdischen Kulturlebens mithilfe von VR Technologie für die heutige Generation erfahrbar gemacht werden.

Das „Shtetl Projekt“ ist für den Verein VINETA ein Anfang. Zur Jahrhundertwende gab es tausende WienerInnen, deren Herkunft das Shtetl war. Fast alle Nachkommen dieser WienerInnen wurden entweder vertrieben oder ermordet. Spuren des Shtetl, ob in der Sprache oder im kollektiven Gedächtnis, sind jedoch nach wie vor in der Gegenwart präsent. Oft muss man jedoch tachles reden, um zu zeigen, dass das Wort Beisl jiddischen Ursprungs ist. Von den Erfahrung des „Shtetl Projektes“ ausgehend, soll auch andere Wiener Realitäten erlebbar gemacht werden, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann, so jenes Wien des Hungeraufstandes von 1911, der Erbauung des Karl-Marx-Hofes etc… Neben der Entwicklung weiterer Projekte möchte der Verein VINETA sein Wissen, seine Erfahrungen auch teilen, ob durch den Leitfaden, Beratung oder Kooperationen.